Aktualisierung / Ergänzungen 2016

ACHTUNG !!

Obwohl die dramatischen Erfahrungen mit den zu "Naturbädern" umgebauten Freibädern sich längst herumgesprochen haben müssten, werden viele Städte und Gemeinden immer weiter mit falschen Baukosten, völlig falschen Betriebskosten und endlosen Versprechungen geködert, obwohl die "Naturbadplaner" wissen, dass sie die Versprechungen nicht einhalten können. Hier werden vorsätzlich Falschaussagen gemacht.

  • zahlreiche Bauherren haben die "Naturbäder" längst wieder schließen müssen (wesentlich weniger Besucher für immer höhere Betriebskosten)
  • einige Bauherren klagen bereits wegen Fehlplanungen und erheblicher Ausführungsmängel
  • zahlreiche "Natürbäder" werden mit immer mehr Aufwand und Kosten ergänzt und saniert, um den Betrieb noch ein paar Jahre aufrecht halten zu können, bis dann die Betreiber doch irgendwann gezwungen sind, den Schlüssel herumzudrehen.

 

Ein Dutzend Gründe gegen ein "Naturbad", wie es heute immernoch angeboten wird:

  1. Ein „Naturbad“ hat nichts mit Natur zu tun – alles ist künstlich angelegt und künstlich betrieben
  2. Die Investitionskosten liegen deutlich über den Kosten für ein konventionelles Freibad
  3. Die Betriebskosten liegen deutlich über den Kosten für ein konventionelles Freibad
  4. Der Flächenverbrauch ist viel größer (wesentlich größere Wasserfläche zum Baden und riesige Filterflächen)
  5. Die Besucherzahlen sind wesentlich schlechter als beim konventionellen Freibad (im Mittel nur etwa 1/3 der Besucher je m² Wasserfläche im Vergleich zu Freibädern mit Trinkwasser im Becken)
  6. Zu keinem Zeitpunkt kann eine bedenkenlose Wasserqualität gewährleistet werden
  7. unendliche Probleme mit zu geringer Sichttiefe, Algenbildung u. v. m.
  8. keine Beheizung über 23° C zulässig
  9. Baden auf eigene Gefahr! – dieser Hinweis ist Pflicht in solchen Anlagen
  10. Immenser Wartungs- und Pflegeaufwand 12 Monate im Jahr!
  11. Keine lückenlose Qualitätskontrolle des Badewassers = Gesundheitsrisiko für Badegäste
  12. Zwingende Schließung der „Naturbäder“ bei Überfüllung und natürlich bei unzulässigen Keimen im Wasser

Betriebsrisiko Naturbad:

Das größte Risiko beim Betrieb eines "Naturbades" ist die Wasserqualität

  • Da keine Keimtötung im Wasser möglich ist, sind gerade Vögel (besonders über Nacht) ein großes Risiko. Sie bringen viele Keime bis hin zu den Fäkalkeimen in das Wasser, in dem am Morgen Badegäste schwimmen wollen / sollen.
  • Je mehr Badegäste das Wasser nutzen, desto mehr Keime werden ins Wasser getragen und können dort nicht oder zumindest nicht schnell genug abgebaut / abgetötet werden. Ein großes Problem sind hierbei immer wieder z. B. die Sonnencremes.
  • Ein weiteres Problem können die teilweise in eklatanter Weise missachteten Sicherheitsregeln werden. Sicherheitsregeln sind zur Unfallvermeidung in richtigen Freibädern und in "Naturbädern" absolut gleich zu beachten - in Naturbädern ist dies sehr oft nicht der Fall.

verschiedene Beispiele aus dem Netz für die Probleme mit vielen Naturbädern:

Naturbad Mülheim-Styrum

http://haushaltsforum2010.muelheim-ruhr.de/schlie%C3%9Fung-naturbad-m%C3%BClheim-styrum

Schließung Naturbad Mülheim-Styrum

Entscheidung: Vom Rat beschlossen.

Bemerkung zur Entscheidung: Wurde gemäß dem Antrag A 10/0757-01 vom Rat verändert beschlossen, d.h. unter den hier unten in der Erläuterung aufgeführten Bedingungen und somit frühestens mit Wirkung ab 2012.

Vorschlag Nr. 142

Kennzeichnung: Vorschlag der Verwaltung:

Das Naturbad Mülheim-Styrum hat in 2008 mit einem Defizit in Höhe von 530.000 Euro abgeschlossen. Für 2009 beträgt das Defizit 427.000 Euro.

Das Personal aus dem Naturbad Mülheim-Styrum wird durch Personal aus den anderen Bädern und durch Fremdpersonal gestellt. Bei einer vollständigen Schließung entfallen die Aufwendungen für den Mülheimer SportService (MSS). Die Kapitalkosten für die getätigten Investitionen in Höhe von 3,2 Mio Euro fallen für die Stadt Mülheim weiterhin an.

Das Naturbad Mülheim-Styrum wird ausschließlich von der Öffentlichkeit genutzt. In 2009 konnten rund 40.700 Besucher gezählt werden (in 2008 wurden rund 19.000 Besucher gezählt). Bei einer Schließung fallen die Einnahmen weg.

Ergänzende Stellungnahme der Verwaltung vom 12. März 2010:

Von der Stadt wären bei einer Schließung des Naturbades Mülheim Styrum weiterhin Kosten in Höhe von rund 160.000 Euro zu zahlen. Es handelt sich im Wesentlichen um die Kapitalkosten für die Investitionssumme.

Ergänzende Stellungnahme der Verwaltung aus der Ratssitzung vom 7. Oktober 2010:

Diese Sparmaßnahme ist im Vorschlag 8 des Antrags A 10/0757-01 aufgeführt.
Der Vorschlag lautet wörtlich:
"Das strukturelle Defizit im Naturbad Mülheim-Styrum lässt sich nach den Informationen der Verwaltung auch über einen Kooperations-/Betriebsführungsvertrag mit
EKO-Plant nicht wesentlich reduzieren. Der MSS ist aufgefordert, in der nächsten Sitzung des BA MSS anhand einer Darstellung der Vollkosten diese Aussage zu
Drucksache Nr.: A 10/0757-01 / Seite 3 von 5 verifizieren und eine Aufschlüsselung des im HSK ausgewiesenen Konsolidierungsbetrages vorzulegen. Sollte sich der Zuschussbedarf nicht reduzieren lassen, ist das Naturbad nach der Freibadsaison 2011 zu schließen. Für die Gesamtfläche wird bis zum 31.01.2011 ein Entwicklungs- und Vermarktungskonzept erstellt."

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23.08.2011 - http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=99737

Freibad geschlossen

Bis auf Weiteres ist das Naturbad Bebraer Teiche in Sondershausen für den Badebetrieb geschlossen. Hier die Einzelheiten...
Ursache für die Schließung ist eine bakterielle Belastung mit Coli- Bakterien. Noch nicht bekannt ist die Ursache für diese Belastung. Im Gespräch mit kn betonte Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer, es liegt auf keinen Fall ein Fehlverhalten des Pächters (Possenwirt Bernd Jahn) vor.
Der Eintrag der Bakterien durch die Bebra konnte bereits ausgeschlossen werden. Auch am Teich selbst konnte keine Quelle ausgemacht werden. Auch die Zuführung von Frischwasser aus der Mönchsquelle hatte keine Besserung gebracht, als die Belastungswerte stiegen.
Auch Belastung durch Fäkalien aus den Anlagen am Bebraer Teich konnte ausgeschlossen werden. Auch erste Spekulationen in der Bevölkerung, die Belastung könnte von Gülle kommen, schloss Kreyer klar aus. In der Umgebung wurde keine Gülle ausgebracht.
Da es schon in den letzten Jahren zu schlagartigen Erhöhungen mit Bakterien gekommen war, die oft sich auch sehr schnell wieder verringerte, gab es bereits Überlegungen bei Kreyer, Spezialisten zur Klärung dieses Phänomens heranzuziehen. Wie lange das Naturbad geschlossen bleiben muss, sei jetzt Spekulation, sagte der Bürgermeister abschließend.

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Naturbad Bebraer Teiche

12.08.2011 - http://www.stimme.de/suedwesten/nachrichten/vm/Naturbad-bleibt-wegen-Keimen-geschlossen;art19068,2213624

Naturbad bleibt wegen Keimen geschlossen

Neckargemünd - Das Naturbad in Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis) bleibt bis auf weiteres wegen zu hoher Keimbelastung geschlossen. Trotz des regnerischen Wetters läge nach einer mikrobiologischen Untersuchung des Badewassers die Zahl der Keime über den Grenzwerten, teilte die Stadtverwaltung am Freitag auf Anfrage mit. Bis weitere Messergebnisse vorlägen, bestehe ein Badeverbot. Ein benachbartes, konventionell mit Chlor gereinigtes Becken könne weiter genutzt werden.
Seit der Neueröffnung des am Neckar gelegenen Schwimmbades 2008 musste das Naturbad in jeder Badesaison mehrfach geschlossen werden. Ein Gutachter prüft nun, ob Baumängel die erhöhten Keimzahlen verursachen.
Nach Beobachtung von Bürgern plantschen nach Badeschluss viele Wasservögel im Naturbad. lsw

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Naturbad Neckargmünd

15.01.2012 - http://www.lokalkompass.de/menden/leute/das-naturbad-im-biebertal-in-lendringsen-ist-geschlossen-worden-d125960.html

Das Naturbad im Biebertal in Lendringsen ist geschlossen worden

15.Januar 2012 Biebertal/ Das Naturbad im Biebertal in Lendringsen ist von der Stadt Menden geschlossen worden. Keiner weiß zurzeit was damit geschieht. 2005 war das alte Freibad zu einem Naturbad umgebaut worden.Leider waren im letzen Jahr auch wegen des schlechten Wetters zu wenig Besucher im Naturbad gewesen.

http://www.menden.de/bp/wmm/si/117130100000074648.php

Naturbad Lendringsen schließen

Menden hat bei weniger werdenden Einwohnern (56.000) zwei Freibäder und ein Hallenbad - das ist ein enormer Luxus, den größere Städte nicht aufweisen. Das Naturbad sollte wegen der schlechten Besucherzahlen und seiner Unrentabilität geschlossen werden - das Freizeitzentrum kann ja weiterhin vorhanden bleiben.

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Naturbad im Biebertal in Lendringsen
Naturbad Sausensiek

21.03.2012 - http://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/full/data_anzeigen.php?dataid=92443&page=62

Naturbad verzeichnet Minusrekord

Über die schlechteste Saison seit Bestehen des Naturbads Sauensiek berichtete Vorsitzender Arend Hülsen während der Jahreshauptversammlung.
Nur 3.740 Besucher kamen 2011 ins Bad. An 34 Tagen war das Bad geschlossen und an weiteren 21 Tagen kamen weniger als zehn Besucher zum Schwimmen

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Diese Liste mit Negativnachrichten zu Naturbädern kann endlos fortgeführt werden - die Ursachen sind immer wieder gleich

Kostenfalle und Betriebsrisiko "Naturbad"

(dies gilt für öffentlich zugängige Badeteiche, die als Ersatz für Freibäder errichtet werden - rein privat genutzte Badeteiche und echte Strandbäder an Seen oder Flüssen sind hiervon ausdrücklich ausgenommen)

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Architekturbüro Michael Gruner - Kernäckerstr. 65, 75334 Straubenhardt - Tel. 07082-929676 - mail: info@architekturbuero-gruner.de
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