Planung und Kosten:

  • Schwimmerbecken mit 4 Schwimmbahnen 25 m
  • Nichtschwimmerbecken mit zahlreichen Attraktionseinrichtungen
290
Schwimmerbereich
603
Nichtschwimmerbereich
75 Kinderbecken
969
Gesamtwasserfläche

Bauherr:    Gemeinde Fischen im Allgäu
Baujahr:     2001

Baumaßnahmen:

  • Sanierung und Teilumbau Umkleide- und Sanitärgebäude
  • Abbruch altes Alu-Schwimmerbecken
  • Abbruch Nichtschwimmer- und Kinderbecken
  • Neubau Mehrzweckbecken, Kinderbecken
  • neues Landebecken für bestehende Rutschbahn
  • Neubau Technik
Netto-Baukosten (incl. Planung) 2.000.000 €

Planungsaufgabe:

Das bestehende Freibad bestand aus 2 Alu-Becken und einem in U-Form um das Schwimmerbecken geordneten Gebäude. Das große Schwimmerbecken befand sich an der Stelle des neuen Mehrzweckbeckens. Das Nicht-schwimmerbecken lag bei der bestehenden Rutschbahn. Der Eingang des Freibades (siehe Bild oben) befindet sich im unteren Geschoss des Gebäudes und liegt ca. 1,50 m tiefer als der Beckenwasserspiegel. In diesem "Unter-geschoss" befinden sich auch alle Umkleide- und Sanitär-räume, die großzügig bemessen, aber sehr dunkel waren. Im Obergeschoss befindet sich eine Wärmehalle und auf der Badseite großzügige Sonnenterrassen auf dem Flachdach des unteren Geschosses.

Übersicht

Die Gesamtwasserfläche musste dem Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten angepasst und damit wesentlich reduziert werden. Zu diesem Zweck wurde das Nichtschwimmerbecken bei der bestehenden und zu erhaltenden Rutschbahn komplett abgebrochen und an der Stelle des bestehenden Schwimmerbeckens ein neues Kombibecken aus Edelstahl erstellt. Die Rutschbahn erhielt ein neues Sicherheitslandebecken und kann somit weiter genutzt werden. Das bestehende Kinderbecken (eine große runde und muldanartige Betonfläche ohne Einrichtungen) lag weit entfernt im Nord-Westen des Grundstücks (im Lageplan unten links). Dieses Becken wurde komplett abgebrochen und ein neuer attraktiver Kinderbereich südlich des Mehrzweckbeckens erstellt.

Die Planung des Freibades (Beckenanlagen und Erneuerung der Technik) wurde an einen Generalunternehmer vergeben (Fa. Berndorf-Bäderbau), in dessen Auftrag wir die Planung und Ausschreibung ausgeführt haben.

Für einen gewünschten Umbau der bestehenden Gebäude wurde ein kleiner Wettbewerb unter mehreren Architekten aus der Umgebung und unserem Büro ausgeschrieben. Da die finanziellen Möglichkeiten zum Umbau der Gebäude sehr begrenzt waren, beschränkte sich unser Umbauvorschlag auf den Teilabbruch des Gebäudes im Mitteltrakt. Dies ermöglichte die Reduzierung der Umkleideflächen auf den heutigen Bedarf, eine wesentliche Aufhellung des Untergeschosses durch natürlichen Lichteinfall von der Südseite und den direkten Blick von der Kasse auf die Beckenanlage. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat beauftragt und im Zusammenhang mit der Baumaßnahme der Becken ausgeführt.

Mit der so wesentlich veränderten Beckenanlage wurde nicht nur in baulicher Sicht eine sehr wirtschaftliche Lösung umgesetzt, sondern auch durch die kompaktere Anlage der personelle Aufwand reduziert durch die bessere Übersicht über alle Becken-bereiche.

Um auch in ökologischer Sicht und für die Betriebskosten deutliche Verbesserungen vorzunehmen, wurde zur Beckenwasser-erwärmung eine Absorberanlage eingebaut. Da die vorhandenen Dachflächen nicht ausreichten, wurden auf den Sonnenterrassen zusätzlich überdachte Pergolen aus Stahl errichtet, die die notwendigen Dachflächen ermöglichten und gleichzeitig die beiden auseinanderliegenden Dachflächen auf Technikgebäude und Wärmehalle miteinander verbinden.

Der Umbau des Freibades erfolgte zwischen den beiden Freibadsaison 2000 und 2001. Das neue Freibad konnte termingerecht im Frühjahr 2001 eröffnet werden.

Die Besucherzahlen lagen vor dem Umbau bei ca. 40.000 Gäste / Jahr und konnten im Jahr 2001 auf über 60.000 Gäste / Jahr gesteigert werden.

 

Fotodokumentation:

 

18k

Blick von der Sonnenterrasse am bestehenden Gebäude entlang über die Beckenanlage

Hinter dem Nichtschwimmerbereich mit Schiff ist der Kinderbereich zu erkennen

22k SB

neues Mehrzweckbecken aus Edelstahl mit 4 Schwimmbahnen á 25 m Länge, einem rughigerem Nichtschwimmerbereich neben den Schwimmbahnen mit Unterwassermassagedüsen und eingebauter Sitzbank.

IIm Nichtschwimmerbereich sind diverse Attraktionen eingebaut:

  • großer Strömungskanal
  • Schiff mit Segel
  • Kletternetz
  • Strandbereich mit Blendwand und Regenbogen, Bodensprudel
  • Tor über Verbindungskanal mit Wasserschleier
Aufgang von Umkleide
Aufgang vom Eingang und der best. Umkleide auf die Beckenanlage
Bodensprudel
Bodensprudel im Bereich des Strömungskanals
Kletternetz

Im Hintergrund links: best. Aufsicht + Technik

Im Hintergrund rechts: best. Wärmehalle und Umkleidebereich

Nichtschwimmerbereich mit Kletternetz und Strömungskanal
DP+Schiff
Nichtschwimmerbereich mit Schiff und Duschplatz im Vordergrund
Regenbogen
Regenbogen in Leitwand neben Strandbereich eingebaut
Rutschbahn
Die bestehende Rutschbahn am ehemaligen Nichtschwimmerbecken blieb erhalten und erhielt ein eigenes Sicherheitslandebecken
Rutsche-1
Rutsche-2

Kinderbereich

EKB

Kinderbereich

bestehend aus 2-teiligem Edelstahlbecken und Wasserlandschaft aus Natursteinmosaik mit Spielbach, Wehren und bestehender Fischskulptur

Überdachte / beschattete Sitzplätze

Spielbach
Sitzbank+Pergola

 

Freibad der Gemeinde Fischen im Allgäu

Eröffnung am 30.07.2001

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